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Bienenweiden tragen zum Bienenschutz bei

Bienenweiden tragen zum Schutz der Bienen bei – so viel steht fest. Es ist sehr wichtig, dies zu wissen, denn Bienen bringen den Menschen und der Umwelt einen unglaublich großen Nutzen. Sie sind also sehr schützenswert – gleichzeitig ist die Biene aber auch vielen Gefahren ausgesetzt (für mehr Informationen hier klicken). Zum einen können Imker den Honig als Nahrungsmittel verkaufen, zum anderen lässt sich Bienenwachs unter anderem für Kerzen oder Kosmetik benutzen. Damit haben die Erzeugnisse der Bienen einen direkten Nutzen. Es gibt aber auch einen indirekten Nutzen, den wir den Bienen zu verdanken haben – nämlich die Bestäubungsleistung. Der Obst- und Gemüseanbau wäre nicht annähernd so ertragreich ohne die Arbeit der Bienen.

Bedenkt man nun, dass fast alle Pflanzen darauf angewiesen sind, dass ihre Pollen von den Insekten (hauptsächlich Bienen) verteilt werden, wird noch deutlicher, wie wichtig die Bienen für unser Ökosystem sind. Es ist also klar, dass die Bienen besonders schützenswerte Lebewesen sind. Umso trauriger ist es, dass diese nützlichen Lebewesen durch den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und Parasiten wie die Varroamilbe bedroht sind.

Mit Bienenweiden die Bienen schützen

Bienenweiden
Bienenweiden – je vielfältiger, desto besser für die Bienen.

Es gibt Möglichkeiten, mit denen jeder Einzelne den Bienen helfen kann. Nämlich indem man die Qualität des Lebensraumes für die Bienen steigert. Bienenweiden liefern genau diesen Beitrag – sie bieten den Bienen eine gute Nahrungsgrundlage und sehen im Garten zudem wunderschön farbenfroh aus. Sie sind damit nicht nur für die Bienen selbst ein Gewinn, sondern auch für den menschlichen Betrachter. Wer möchte, kann sich Bienenweiden in seinem eigenen Garten oder auf einer privaten Wiese anlegen. Sind Bienenvölker in der Nähe, ist das umso besser.

Doch was sind eigentlich die sogenannten Bienenweiden? Unter dem Begriff versteht man die all die Pflanzen in ihrer Gesamtheit, mit der die Bienen später Honig herstellen können. Hier findet also keine Beschränkung auf eine bestimmte Pflanzenart statt, sondern die Bienenweide umfasst alle für die Bienen nutzbringenden Pflanzen. Wie nützlich eine bestimmte Bienenweide für die schwarz-gelben Bestäuber ist, hängt aber vom so genannten Trachtwert der Weide ab. Dieser Wert kann zwischen null und fünf variieren. Hat eine Pflanze keinen Nutzwert für die Bienen, beträgt der Trachtwert null. Pflanzen mit einem Wert von fünf sind dagegen sehr nützlich für die Bienen. Und auch in Sachen Pollenwert und Nektarwert gibt es verschiedene Wertigkeiten.

Der richtige Samen für die Bienenweiden

Mit dem Wissen um die verschiedenen Wertigkeiten der Pflanzen, kann ein Imker, Garten- oder Tierfreund eine Samenmischung zusammenstellen, die für die Bienen besonderen Nutzen verspricht. Wichtige Trachtpflanzen für eine schöne Weide wären zum Beispiel Krokus, Lavendel oder der Sonnenhut. Schnee- und Maiglöckchen sowie Ziermohn geben ebenfalls ein sehr schönes Bild ab. Wer es etwas mehr durcheinander und duftend mag, mischt noch Kräuter und Wildblumen unter. Hier wären unter anderem Salbei, Thymian, Malve, die Kornblume, Raps oder ganz einfach Löwenzahn zu nennen.

Es gibt aber auch fertige Samenmischungen, die nur noch ausgestreut werden müssen. Auch hier können kann man eine schön bunte Weide erwarten, die den Bienen großen Nutzen bringt, toll duftet und schön aussieht. Besonderen Pflegeaufwand haben die Pflanzen nicht, da sie ohnehin wild wachsen sollen. Idealerweise hat der Imker seine Bienen in der Nähe der Bienenweide – oder umgekehrt. Schließlich sollen es die Bienen nicht zu weit haben, wenn sie auf die Suche nach Pollen und Nektar gehen.

Profis berücksichtigen zusätzlich den Blühzeitraum

Gartenexperten achten darauf, dass zwischen den Blühperioden der Pflanzen keine Lücken auftreten. Dafür müssen sie den Blühzeitraum der jeweiligen Futterpflanzen bedenken. So erreichen sie einen Übergang der Blühperioden – die Bienen finden also zu jedem Zeitpunkt ausreichend Nahrung. Dies sollte aber niemanden davon abschrecken, Samen für Bienenweiden auszustreuen. Es ist besser Bienenweiden anzulegen, die nur zu einem bestimmten Zeitpunkt blühen, als überhaupt keine Bienenweiden anzulegen.

Wirklich jeder kann den Bienen helfen

Somit ist klar: Nicht nur der Imker kann den Bienen durch seine Pflege helfen – jeder Einzelne trägt das Potenzial zum Bienenschutz. Und es ist ganz einfach selbst aktiv zu werden. Man muss nur den Wunsch haben, den Bienen zu helfen. Dann muss man sich den entsprechenden Samen beschaffen und ihn dann ausstreuen. Und dass die Bienen auf unsere Hilfe angewiesen sind, ist klar. Schließlich sind es wir Menschen, die den Bienen durch Monokultur und Urbanisierung immer mehr Lebensraum nehmen. Da liegt es schon fast in unserer Pflicht, aktiv zu werden und den Bienen wieder etwas Lebensraum zurück zu geben.

Je vielfältiger das Pflanzen- und damit Nahrungsangebot dabei ist, desto besser! Auf eines sollten Sie aber unbedingt noch achten! Achten Sie beim Samenkauf darauf, dass heimische Pflanzenarten gekauft werden. Denn nichts passt so gut in unsere heimische Region, wie die Pflanzen, die sich schon seit Jahrhunderten an unsere Umgebung angepasst haben.

Die Bienenspeisekarte

Von A wie Ahorn bis Z wie Zwiebelgewächse – Wichtige Trachtpflanzen im Überblick:
Bäume und Sträucher
  • Obstbäume wie Apfel- und Kirschbäume
  • Weide
  • Kastanie
  • Ahorn
  • Linde
Beerensträucher wie Brombeere oder Johannisbeere
  • Schlehe
  • Berberitze
  • Liguster
  • Weißdorn
Stauden- und Zwiebelgewächse
  • Krokus
  • Lavendel
  • Sonnenhut
  • Mai- und Schneeglöckchen
  • Ziermohn

Kräuter und Wildblumen

  • Thymian, Schnittlauch, Salbei, Bärlauch
  • Tagetes
  • Aster
  • Malve
  • Kornblume
  • Weiß-Klee
  • Raps
  • Sonnenblumen
  • Löwenzahn