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Wabenhonig

Honig wird von Bienen in brutfreien Zellen, den sogenannten Honigwaben gespeichert. Diese werden ausschließlich aus dem aus Bienenwachs gewaffelten Wachsblättern hergestellt. Es handelt sich hierbei um einen Honig, der nach der Deckelung, dem Verschließen der gefüllten Waben vonseiten der Bienen, als reif gilt. Das Besondere am Wabenhonig ist, dass er nicht nur als Genussmittel hervorragende Dienste erweist, sondern auch auf die Gesundheit des Menschen enorm positive Wirkungen hat. In der natürlichen Apitherapie kann der Wabenhonig gut und gerne verwendet werden, weil er hilft, Erkältungskrankheiten zu lindern.

Viele Menschen nehmen diesen edlen und teuren Wabenhonig auch als vorbeugende Maßnahme vor Erkältungen ein. Bis zu 30 verschiedene Zuckerarten und knapp 200 Begleitstoffe konnten nachgewiesen werden. Die Inhaltstoffe des Wabenhonigs machen ihn so kostbar, wertvoll und besonders. Dazu zählen neben Trauben- und Fruchtzucker u. a. Vitamine, Eisen, Magnesium, Fermente, Kalzium, organische Säuren, Phosphor, Natrium, Kupfer sowie zahlreiche antibakterielle Wirkstoffe. Eine antibiotische Wirkung zeigen insbesondere die Inhibine. Sie sorgen im menschlichen Organismus dafür, dass das Wachstum von Keimen gehemmt wird.

Wie unterscheidet sich Wabenhonig von herkömmlichem Honig?

Honigarten werden voneinander generell je nach Herkunft und Gewinnungsart sowie nach der Angebotsform oder Zweckbestimmung unterschieden. Kurz wiederholt: Der Wabenhonig ist naturbelassen und erfährt keine mechanische oder thermische Behandlung. Somit bestehen die Alleinstellungsmerkmale dieses besonderen Honigs darin, dass die Bienen auf die gefüllten Honigwaben einen Wachstropfen konstruieren. Der Wabenhonig besteht somit aus komplett als reif markierten (gedeckelten) Waben, im Gegensatz zum Schleuderhonig, wobei der Anteil der gedeckelten Waben im Frühjahr mindestens 50 Prozent und im Sommer noch weniger Prozent der gesäten Wabenfläche ausmacht.

Wird der Wabenhonig in den Handel gebracht, so werden die Waben zuerst geschnitten und dann portionsweise verpackt. So wie die Bienen den Honig in den Waben verschlossen haben, so wird er ganz und gar unverarbeitet weiterverwendet. Dass der Wabenhonig mit anderem Honig irgendwie vermischt werden könnte, wird somit ausgeschlossen. Der Wabenhonig unterscheidet sich von anderem Honig aber nicht nur durch seine hohe Qualität und Natürlichkeit, sondern er vereint den Genuss auch mit der Heilwirkung.

Es werden dem Wabenhonig jede Menge gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben und das liegt nicht nur am Honig selbst, sondern auch an den zahlreichen und wertvollen Inhaltstoffen der Waben. Die Waben werden häufig von Heuschnupfengeplagten lange und kräftig gekaut und dann meist wieder ausgespuckt. Dadurch können Blüten- oder Pollenallergiker eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden erreichen. Theoretisch können die Waben auch geschluckt werden, was jedoch keinen kulinarischen Hochgenuss verspricht.

Wie macht der Imker seinen Wabenhonig?

Der Wabenhonig wird von den Bienen produziert und der Imker erntet ihn. Im Naturwabenbau erschaffen die Bienen den Wabenhonig, wobei sie vom Imker keine Mittelwand als Vorgabe bekommen. Das heißt, die Bienen bauen die gesamten Waben selbst, ganz auf natürliche Weise. Die Aufgabe des Imkers liegt hauptsächlich darin, dafür zu sorgen, seine Bienen ein wenig einzuengen, im Sinne, dass er nicht zur gleichen Zeit allzu viele Honigräume aufsetzt. Ansonsten könnte sich die Wabenhonigernte unnötig in die Länge ziehen.

Die Bienen sollten bestenfalls eine Wabe nach der anderen füllen und deckeln können. Denn nur so kann verhindert werden, dass der gesammelte Honig über den gesamten, zur Verfügung stehenden Raum verteilt wird. Dieser Balanceakt erfordert vom Imker ein bisschen mehr Arbeit, als dies bei der normalen Produktion von Honig der Fall ist. Ist der Wabenhonig reif und gedeckelt, kann er vom Imker geerntet werden. Der Imker lagert seinen Wabenhonig bei minus 18 Grad in der Gefriertruhe, dadurch bleibt der Honig nach den Kauf länger flüssig. Wird der Wabenhonig vom Verbraucher bei Raumtemperatur gelagert, bleibt er noch mehrere Wochen in flüssigem Zustand, bis dann der natürliche Prozess der Kristallisation beginnt.

Neben der simplen Erntemethode und der relativ heiklen Lagerung des Wabenhonigs muss der Imker bei dieser Honigsorte meist gepresste Wachsplatten nutzen, die den Bienen quasi den Bau vorgeben. Zudem benötigt der Bienenmeister spezielle Holzsteckrahmen, worin seine Bienen die Waben bauen können. Da beim Wabenhonig die Waben mitverkauft werden, ist der naturbelassene Honig im Vergleich zum Schleuderhonig, wo die Waben im Heim der Bienen verbleiben, zusätzlich etwas teurer.

Wie sieht Wabenhonig aus?

Der Wabenhonig kann entweder in dünnen Scheiben zum Verzehr aufgeschnitten werden oder man kann ihn in kleinen Stücken essen, ähnlich einem süßen Kaugummi. Das Wachs ist durch das Fehlen der Mittelwand hauchdünn und wird somit keineswegs als störend empfunden. Der im Frühjahr geerntete Honig (Löwenzahn und Obstblüte) ist generell milder und heller und der im Spätsommer geerntete Wabenhonig ist herzhafter und dunkler. Dies hängt mit der Blütenpracht in den unterschiedlichen Jahreszeiten zusammen.

Woraus bestehen die Waben?

Die Bienenwaben entstehen aus herausgeschwitztem Wachs. Jede einzelne Wabe besteht aus vielen einzelnen Wabenzellen, die aneinandergrenzen. Die im Hinterleib der Biene liegende Wachsdrüse, befähigt die Bienen, kleine Wachsplättchen heraus zu schwitzen. Somit wird das Wachs für die Wabe von den Bienen selbst produziert. Die Wachsplättchen werden von den Mundwerkzeugen der Insekten weichgeknetet und dann zu sechseckigen Wachszellen (Wabenzellen) verbaut. Mit der Zeit bekommen die Wachsplättchen eine gelbe Farbe, zuvor sind weißlich bis durchsichtig.

Hat Wabenhonig eine andere Haltbarkeit als herkömmlicher Honig?

Bei der richtigen Lagerung von Wabenhonig ist die Haltbarkeit ebenso gegeben wie bei jedem anderen Honig. Liebhaber bestellen den Wabenhonig beim Imker saisonal und mit dem Verzehr wird somit in den meisten Fällen nicht lange gewartet. Wird der Wabenhonig nach dem Öffnen der Deckelwachsschicht nicht auf einmal (innerhalb kurzer Zeit) verbraucht, stellt dies für die Qualitätserhaltung des Honigs absolut kein Problem dar. Ergo: Honig ist so gut wie unendlich haltbar. Wie bei jedem anderen Honig ist es wichtig, den Wabenhonig dunkel, trocken und kühl zu lagern.