Honig und Bienen

CBD Honig

CBD Honig ist im eigentlichen Sinn kein Honig, zumindest unter Beachtung der Honigverordnung. Nach dieser darf nämlich Honig nur dann als solcher bezeichnet werden, wenn ihm weder etwas hinzugefügt noch etwas entzogen wurde.

Dennoch gibt es Mischhonige, die mit einer weiteren Substanz angereichert sind, so wie CBD Honig. CBD? Cannabis im Honig? Ist das erlaubt? Um hier gleich aufzuklären: CBD hat nur wenig bis nichts mit dem bekannten Rauschmittel zu tun. Niemand wird “high”, nur weil er sich sein Brot mit Honig bestreicht. Im folgenden Artikel geht es um CBD, was die Abkürzung für Cannabidiol ist. Was hat diese Substanz generell für einen Nutzen? Hat sie überhaupt einen oder handelt es sich um einen derzeit schwelenden Medienhype? Und was hat CBD im Honig zu suchen? Lese hier weiter, denn CBD ist ein ziemlich spannender Stoff, der einiges auf dem Kasten hat.

CBD-Öl wird aus Nutzhanf gewonnen und hat keine berauschende Wirkung

CBD – ein Blick durch die Lupe

CBD – Cannabidiol – ist das Öl der weiblichen Hanfpflanze. Es wird zwar aus der Hanfpflanze gewonnen (Cannabis sativa), doch der berauschende Inhaltsstoff THC (Tetrahydrocannabinol) findet sich nicht in dem Öl. Ohne diesen Inhaltsstoff gibt es auch keinen Rausch. Und genau aus diesem Grund darf CBD in der EU auch völlig legal erworben werden. Illegal würde es werden, wenn der THC-Gehalt über 0,2 Prozent liegen würde.

Damals war’s

Ein chinesisches Buch über Ackerbau und Heilpflanzen (Shennong Bencaojing), welches seinen Ursprung vermutlich so um 2800 v. Chr. hat, benennt Hanf als wirksames Mittelchen gegen Rheuma, Malaria und zahlreiche weitere Zipperlein. Selbst wenn wir anderen Historikern Glauben schenken, die den Ursprung des chinesischen Buches auf den Zeitrahmen zwischen 200 und 300 n.Chr. einschätzen, kristallisiert sich heraus, dass Hanf zu den ältesten vom Menschen genutzten Pflanzen gehört. jedenfalls scheint es gesichert zu sein, dass Hanf bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. genutzt wurde.

Im europäischen Raum gibt es Funde, die auf eine Nutzung seit etwa 5.000 Jahre deuten. Allerdings wurde Hanf nicht nur als Heilmittel genutzt, insbesondere die Eigenschaften der Fasern der robusten Pflanze eigneten sich für den Alltag. Kleidung, Papier, Seile oder Segelstoffe sind nur wenige Beispiele für den Einsatz der Hanfpflanzen.

Erst im 18. Jahrhundert löste Baumwolle die Hanfpflanze ab und im 19. Jahrhundert wurde Holz zur Papierherstellung eingesetzt. Immer öfter wurde Hanf tatsächlich nur noch als Rauschmittel angebaut und genutzt. Soit dauerte es nicht mehr lange bis zu einem Verbot. In einem Rundumschlag wurde der Anbau sämtlicher Cannabis-Pflanzen verboten, also auch derjenigen Pflanzen, die gar kein THC enthalten und somit keine berauschende Wirkung beinhalten.

In China wurde Hanf schon im 4. Jahrtausend v.Chr. genutzt

Die 1990er Jahre als Wendepunkt

Seit dem 16. April 1996 darf auch in Deutschland unter Auflagen Nutzhanf wieder angebaut werden. Allerdings ist der Anbau tatsächlich mit strengen Auflagen verbunden und er erfordert eine Genehmigung. Der Grund für das Misstrauen ist schnell erklärt: Rein optisch betrachtet lässt sich Nutzhanf von Drogenhanf nicht unterscheiden. Deswegen ist der private als auch der nicht genehmigte Anbau von Hanf verboten – egal, ob Drogen- oder Nutzhanf. Wer es genehmigt bekommen hat, baut seinen Hanf im Frühjahr an und kann unter guten Bedingungen bereits im Sommer ernten.

CBD Öl gleich Hanföl?

Im Grunde wäre es logisch: Das Öl wird aus der Hanfpflanze gewonnen und somit ist es Hanföl. Stimmt aber nicht! Während CBD-Öl seinen Ursprung in den Blüten hat, stammt Hanföl aus dem Samen.
Eine der häufigsten Extraktionsmethoden für CBD-Öl ist die CO2-Extraktion. Dabei wird vor allem darauf geachtet die Cannabinoide der Pflanze zu erhalten.
Hanfsamenöl wird hingegen durch Kaltpressung aus dem Samen gequetscht, während CBD-Öl per “CO2-Extraktion” produziert wird.

 

Was bewirkt das Öl?

CBD-Öl geistert derzeit durch sämtliche Medienlandschaften, Internetforen und Berichten – selbst Imker scheuen sich nicht, die Substanz in den Honig einzurühren. Doch warum? Was hat es mit dem Öl der uralten Kulturpflanze auf sich? Ganz einfach: CBD hat im Labor und in kleineren wissenschaftlichen Arbeiten Ergebnisse geliefert, die man als vorsichtig positiv betrachten kann. Zudem mehren sich die Stimmen derer, die das Öl einfach genutzt haben und von ihren Erfahrungen berichten.

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Neben einer antioxidativen Wirkung im Labor zeigte sich in den kleinen Studien, dass CBD-Öl eventuell einen Einfluss auf eine Alzheimer-Erkrankung haben könnte.
Für diese These, dass CBD gegen Schmerzen helfen könnte, geben übrigens mehrere Studien Grund zur Hoffnung – wenn auch nach wie vor noch groß angelegte Studien fehlen.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17157290
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26889611

Burnout? Depression?

Auch wenn CBD keine medizinische Zulassung hat und Aussagen über eine “Wirkung” nicht erlaubt sind, so geben andere Untersuchungen im Labor doch Anlass, sich näher mit dem Stoff der Cannabis-Blüte zu befassen. Immerhin gibt es das Ergebnis einer kleinen Studie, dass CBD eine ähnliche Wirkung wie ein Anti-Depressivum zeige.

CBD Honig?

CBD schmeckt leicht nussig, verfälscht aber den ursprünglichen Geschmack eines Nahrungsmittels nicht. In Honig integriert sich CBD Öl wunderbar, gerade der fein nussige Geschmack setzt Akzente. Ein guter Honig mit CBD rundet somit das ideale Frühstück noch weiter ab (wir können euch den Honig von fivebloom empfehlen). Es ist kein Heilmittel, doch es versorgt den Organismus mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen. Allein schon im Honig befinden sich gesunde Substanzen, die durch das Öl noch weiter aufgerundet werden. Einfach mal probieren!