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Propolis – Ein wahres Wundermittel

Genau genommen stammt Propolis aus einer ganz natürlichen Apotheke – nämlich aus der der Bienen. Sie verwenden das Mittel zum Heilen ihr eigenen Bienenvolkes. Dass Propolis ebenso für uns Menschen von Vorteil sein kann, haben Mediziner schon vor Jahrtausenden entdeckt. So wird Propolis auch in der Homöopathie nach wie vor umfassend gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt. Schon Hippokrates, Aristoteles und andere bedeutende Mediziner der Antike wussten um die besondere Wirkung des harzhaltigen Stoffs.

Propolis ist unter anderem auch bekannt als Bienenharz, Kittharz, Bienenleim oder auch Kittwachs. Schon seit Jahrtausenden gilt es als eines der effektivsten natürlichen Heilmittel gegen unterschiedliche Arten von Beschwerden und Erkrankungen. Zahlreiche Studien bestätigen immer wieder, wie wirksam der Stoff auch für die menschliche Gesundheit ist. Die Möglichkeiten zur Anwendung sind dabei sehr vielfältig.

Schon seit Jahrtausenden bekannt

Propolis gibt es gelöst in Alkohol (hier: in 70-prozentigem Alkohol gelöst mit 20 Prozent Propolis)

Bis heute ist noch nicht eindeutig bekannt, wie und wann die Menschen auf die heilenden Kräfte von Propolis aufmerksam geworden sind. Dennoch ist die Behandlung schon seit Jahrtausenden bekannt, wie viele Schriftstücke überliefert haben. Damals diente die Nahrung von Bienen vor allem zur Desinfektion von Wunden oder bei zahnmedizinischen Behandlungen. Schon die Inkas setzten den harzigen Stoff zur Linderung von Infektionen ein. Und Hippokrates nutzte den Stoff ebenso, um Hautverletzungen und Geschwüre schneller abheilen zu lassen. Im Römischen Reich dagegen nutzte man Propolis zur Behandlung von Kriegswunden. Die Ägypter verwendeten Propolis zur Einbalsamierung der Toten. Auch der bekannte Pharao Tutanchamun wurde damit eingerieben.

Was in Propolis enthalten ist – die Zusammensetzung

Bienen sammeln die Basis für die Herstellung von Honig durch das Fliegen von Blume zu Blume: Sie besuchen Bäume, Sträucher und andere Pflanzen, um daraus Pollen, Wachsen und ätherische Öle zu sammeln. Dadurch entsteht eine besondere Art des Speichelsekrets, das auch als Ferment bezeichnet wird. Es ist das wichtigste Baumaterial für die Errichtung des Bienenstocks, in dem die Insekten leben. Propolis an sich besteht dagegen vor allem aus Harz sowie aus sogenanntem Pollenbalsam. Weiterhin enthält es diverse Flavonoide und Phenole. Die genaue Zusammensetzung variiert und hängt davon ab, wie viel harz die Bienen in den Herbstmonaten aufnehmen können. Pro Jahr kann ein Bienenvolk im Durchschnitt zwischen 200 und 500 Gramm Propolis selbst produzieren.

Imker finden das natürliche Heilmittel an verschiedenen Bereichen am Bienenkasten. Hierfür legen sie spezielle, sehr engmaschige Gitter aus Kunststoff auf, welche das Propolis in den Zwischenräumen abfangen und die Entnahme somit einfach gestalten. Danach lagert der Imker es in einem Kühlraum oder in der Kühltruhe ein. Das Propolis lässt sich dann besonders leicht ablösen und kann anschließend nach Wunsch weiterverarbeitet werden. Die natürliche Farbe der harzigen Masse variiert je nach Beschaffenheit von Gelb bis hin zu Braun. Sie zeichnet sich zudem durch einen intensiven Duft aus.

Harz ist der Hauptbestandteil

Der natürliche Stoff Propolis besteht nicht ausschließlich aus Baumharz, sondern aus vielen anderen Inhaltsstoffen. Dennoch macht Harz rund die Hälfte der Inhaltsstoffe aus. Der andere Teil setzt sich zu einem großen Teil aus Bienenwachs und aus ätherischen Ölen zusammen, der Rest aus Stoffen aus Pollen, aus organischen Teilchen pflanzlichen Ursprungs, aus Mineralstoffen, Flavonoiden und Spurenelementen sowie auch aus Aminosäuren. Insbesondere Kalium, Magnesium, Kalzium, Vitamin H und Eisen sind darin in konzentrierter Form enthalten – all diese Inhaltsstoffe kommen unserer Gesundheit in vielerlei Hinsicht zugute.

Das Besondere daran ist, dass diese Kombination bislang nicht vom Menschen nachgebaut werden kann – sie ist einzigartig und kann nur von der Natur hergestellt werden. Vor allem Flavonoide – also sekundäre Pflanzenstoffe – gelten dabei als wichtiges Heilmittel. Mediziner konnten inzwischen mehr als 200 verschiedene Inhaltsstoffe in natürlichem Propolis nachweisen, die allesamt heilende Wirkungen auf unseren Körper haben. Silizium, Kupfer und Zink sind nur einige davon.

Die Auswirkungen auf unseren Körper und Anwendungsgebiete

Propolis lässt sich in der Naturheilmedizin in den verschiedensten Bereichen einsetzen. Das liegt vor allem daran, dass die enthaltenen Inhaltsstoffe sich teilweise antibakteriell sowie antifungal, antiallergen und entgiftend auf unseren Körper auswirken. Gerade das Harz trägt einen großen Anteil daran. Mediziner heben außerdem besonders die antibiotische Wirkung von Propolis hervor. Schließlich gibt es kein wirksameres Antibiotikum aus der Apotheke der Natur. Ein großes Plus: Krankheitserreger werden auch bei längerer Anwendung nicht immun dagegen, wie es bei vielen chemischen Produkten eine unerwünschte Nebenwirkung ist.

Ein gutes Beispiel für die Wirksamkeit des Stoffs zeigt sich beispielsweise beim Einsatz zum Abheilen von Wunden. Wenn Wunden durch Verbrennungen, Prellungen oder gar Quetschungen entstehen, ist Propolis besonders dazu geeignet, um diese Verletzungen zu behandeln. Im ersten Weltkrieg nutzte man den Stoff außerdem zur Behandlungen von Kriegsverletzungen. Die Flavonoide, die in hochkonzentrierter Form enthalten sind,
sorgen für eine hervorragende Abheilung der Wunden.

Auch für sensible Haut ist Propolis ideal: Wer mit seiner Haut beispielsweise häufiger Probleme hat, weil sie zu trocken ist oder sich schuppt, tut sich manchmal schwer damit, geeignete Salben zu finden. Hier ist eine Creme mit Propolis ideal, denn der natürliche Stoff sorgt für eine hervorragende Regeneration der Zellen in der Haut. Gleichzeitig wirkt sich Propolis beruhigend auf die gereizte Oberfläche aus. Oft sind Präparate mit weiteren lindernden Inhaltsstoffen aus der Natur angereichert, die diesen Effekt noch verstärken. Hierzu zählen zum Beispiel Salbei oder auch Kamille.

Sogar gegen Pickel wirksam

Propolis im Löffel
Nicht jedem schmeckt flüssiges Propolis.

Selbst Hautunreinheiten lassen sich mit Salben aus Propolis gut behandeln. Pickel, Mitesser, juckende Ekzeme – all das kann zwar mit Salben aus chemischer Herstellung ebenso gelindert werden, doch aus Sicht der meisten Mediziner sollten hier natürliche Inhaltsstoffe bevorzugt werden. Wenn zum Beispiel ein Pickel entsteht, sind der Ursprung dafür stets Bakterien. Und bakterielle Infektionen lassen sich ebenfalls sehr gut behandeln. Eine wohltuende Creme oder – bei schwereren Entzündungen auch eine intensive Tinktur – können für ein schnelles Abheilen der betroffenen Stellen sorgen. Hierfür verwendet man einfach ein sauberes Wattepad, das man mit der Tinktur tränkt und danach auf die Hautpartie tupft. Führen Sie diesen Vorgang mehrmals pro Tag durch, so lange, bis die Entzündung abgeheilt ist.

Weil Propolis sowohl antimikrobielle als auch antioxidative Eigenschaften aufweist, gilt es als hervorragende homöopathische Lösung bei den verschiedensten Entzündungen, welche nicht eitern. Ganz egal, ob Infektionen der Schleimhäute, des Rachens oder des Zahnfleischs, ob Hauterkrankungen oder auch Ekzeme – für all diese Leiden ist Propolis eine wirksame Lösung. Wussten Sie, dass mit Propolis außerdem das Immunsystem unseres Körpers nachhaltig gestärkt werden kann? Ist die körpereigene Abwehr nicht stark genug, empfiehlt es sich, regelmäßig ein Präparat mit einem hohen Anteil an Propolis zu verwenden.

Eine neue Studie der Universität Oxford hat außerdem ergeben, dass sich der Stoff nicht nur auf Entzündungen und Infektionen äußerst positiv auswirkt. Auch für unser allgemeines Wohlbefinden bringt er Vorteile mit sich. Trotzdem sollte der Stoff nur eine Form der Nahrungsergänzung darstellen. Zwar kann man es im Normalfall durchaus täglich verwenden, allerdings ist es dennoch zu empfehlen, im Vorfeld einen Arzt aufzusuchen. Denn ein Mediziner kann genaue Empfehlungen geben, wie man richtig vorgeht.

Worauf bei der Dosierung zu achten ist

Wenn man Cremes und Salben mit Propolis verwenden möchte, sollte man zunächst auf eine eher sparsame Dosierung achten, sofern es vom Arzt nicht anders empfohlen wurde. Denn: Wird eine zu dicke Schicht auf die Haut aufgetragen, verstopft dies schnell die Poren und verhindert, dass genügend Sauerstoff an die Haut gelangen kann. Bei einer schon von außen sichtbaren Entzündung sollte man zudem nicht einfach beliebige Propolis-Präparate auftragen, sondern zunächst mit dem Hausarzt sprechen.

Damit die Wirkstoffe von Propolis auch von innen wirken können, haben viele Hersteller von Naturheilpräparaten inzwischen Kapseln, Tropfen und Tabletten auf Propolis-Basis zur oralen Einnahme entwickelt. Nutzen lassen sich diese beispielsweise bei Entzündungen der Schleimhaut im Darm oder auch bei Magenbeschwerden. Hier genügen schon wenige Tropfen – je nach Präparat meist fünf bis zehn – die in Verbindung mit etwas Wasser vor den Mahlzeiten eingenommen werden.

Propolis gibt es selbstverständlich beim Apotheker. Mindestens genau so gut ist es aber, Propolis Tinktur vom Imker zu kaufen. Denn damit unterstützt man diejenigen, die direkt mit den Bienen arbeiten und einen Mehrwert für unsere Umwelt leisten.