Bienen sind wahre Meister der Herstellung. Neben Honig – dem wohl bekanntesten Produkt – produzieren sie Gelee Royal, Bienenwachs und Propolis. Letztgenanntes wird auch als Kittharz bezeichnet und dieser Ausdruck charakterisiert das Bienenerzeugnis fast auf den Punkt: Es handelt sich um jene Substanz, die Bienen eigens zur Keimabwehr herstellen. Sie kitten mit der harzigen Masse sĂ€mtliche Fugen und Ritzen in ihrem Heim zu, die ihrer Meinung nach als Einlasstor fĂŒr schĂ€dliche Mikroorganismen dienen könnten.

Da Propolis nach der Ernte eine feste Masse ergibt, werden die Wirkstoffe mit Hilfe von Alkohol gelöst – so entsteht Propolis Tinktur beziehungsweise Propolis Tropfen. Das flĂŒssige Produkt lĂ€sst sich leicht dosieren und anwenden. Was Propolis ist, warum gerade Tropfen beziehungsweise Tinkturen zu den beliebtesten Darreichungsformen zĂ€hlen und was bei der Anwendung zu beachten ist, darum geht es in folgendem Artikel.

Was ist Propolis eigentlich?

Die Bezeichnung „Propolis“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „pro = vor“ und „Polis = der Stadt“. Stopfwachs, Bienenharz, Bienenleim oder Kittwachs sind weitere Bezeichnungen fĂŒr die klebrige Substanz, die die Tiere aus Baumharz herstellen.

Sammelbienen suchen das Harz an verletzten BĂ€umen oder an jungen Knospen und transportieren es in den Bienenstock. Dort nehmen sich Stockbienen dem Harz an und verarbeiten es durch Kauen zu dem klebrigen Material.

Am Ende enthĂ€lt Propolis Naturharz, Bienenwachs, Pollenanteile, Ă€therische Öle, Mineralstoffe, organische Substanzen, Vitamine und Speichelsekret. Damit der Imker Propolis ernten kann, bringt er ein spezielles Gitter an. Das sorgt dafĂŒr, dass die Tiere es als vermeintlichen Fremdkörper ebenfalls mit Propolis ĂŒberziehen. Je nach GrĂ¶ĂŸe des Bienenstocks kann ein einziges Bienenvolk pro Saison bis zu 500 Gramm Propolis herstellen. In unseren Gefilden sind Ulmen, Pappeln oder Weiden die grĂ¶ĂŸten „Lieferanten“ fĂŒr das Baumharz, aus dem zuerst Rohpropolis und spĂ€ter Propolis Tropfen oder Tinkturen gemacht werden.

Die Vorteile der Darreichungsform „Tropfen oder Tinktur“

Um zu einer Propolis Tinktur zu werden, mĂŒssen die Inhaltsstoffe des Bienenkitts gelöst werden. Dazu wird die getrocknete Masse fein krĂŒmelig gemahlen und mit hochprozentigem Trinkalkohol bedeckt. Es dauert einige Wochen, bis sich die Inhaltsstoffe verflĂŒssigen.

Propolis wird in der Naturheilkunde innerlich und Ă€ußerlich angewandt. Die flĂŒssige Form kann leicht eingenommen werden. Etwa durch das EinrĂŒhren in einen Joghurt oder – wer den Geschmack nicht scheut – durch Verteilen einiger Tropfen auf dem Honigbrot.
Dazu passt die Anmerkung, dass die Kombination von Honig und Propolis perfekt aufeinander abgestimmt ist. Hochwertiger Honig gilt als eines der gesĂŒndesten Lebensmittel und das Bienenharz rundet diesen Effekt weiter ab.

Der praktische Nutzen von Tropfen bei Ă€ußerlicher Anwendung erklĂ€rt sich von selbst. Punktgenaues BetrĂ€ufeln ist ebenso möglich großflĂ€chiges Verteilen. Naturheilmittel in flĂŒssiger Form sind sehr variabel – und vielleicht erklĂ€rt sich so auch die Beliebtheit von Tropfen oder Tinkturen allfgemein – zumindest in der Naturheilpraxis.

Übrigens gibt es keinen festgelegten Unterschied zwischen Tropfen und Tinkturen. Als Tropfen werden manche KrĂ€uterauszĂŒge bezeichnet, die in Wasser gelöst wurden. Tinkturen sind nahezu immer Lösungen, die Alkohol enthalten. Da rund 80 Prozent der Inhaltsstoffe von Kittharz nicht wasserlöslich sind, gelingt die VerflĂŒssigung nur mit Alkohol beziehungsweise einem chemischen Lösungsmittel, welches die Eigenschaften von Alkohol simuliert.

Wie können Propolis Tropfen selbst hergestellt werden?

Wie schon angesprochen, um Tropfen oder Tinkturen aus Bienenkitt selber herzustellen, benötigt es Rohpropolis, hinzu kommen Weingeist mit 70 Prozent, zwei dunkle GlÀser mit Schraubverschluss, einen Kaffeefilter und vor allem Zeit. Zuerst wird die Rohpropolis in das Gefrierfach gelegt.

In tiefgefrorenem Zustand lĂ€sst sich sich sehr fein zermahlen. Je feiner, umso besser. Das Pulver kommt anschließend in eines der GlĂ€ser und wird mit dem Weingeist aufgefĂŒllt. Das Glas mit dem Schraubdeckel verschließen und die angesetzte Propolislösung kommt fĂŒr rund sechs Wochen an einen warmen Ort. Einmal tĂ€glich sollte die Tinktur leicht durchgeschĂŒttelt werden, damit sich alle Inhaltsstoffe lösen können. Anschließend wird die verflĂŒssigte Propolislösung mit dem Kaffeefilter in das zweite Glas ausgefiltert.

Die Konzentration

Angenommen, es werden 10 Gramm Pulver mit 100 ml Weingeist angesetzt, ergibt sich so eine 10%ige Tinktur. Werden hingegen 20 Gramm Rohpropolis auf 100 ml Alkohol gerechnet, erhöht sich die Konzentration auf 20 %. Dabei sollten die harzigen Eigenschaften der Propolis nicht aus dem Auge verloren werden. Je höher die Konzentration, umso ausgeprĂ€gter die „Klebeeigenschaften“ des Naturproduktes. Im Grunde ist eine 10%igen Tropfenlösung ein hochwertiges Naturprodukt, welches seine Eigenschaften gut ausspielen kann.

Tipp: Wir empfehlen unsere hochwertigen Propolis Tropfen in der 50ml Flasche, hier kannst du das Produkt in unserem Shop ansehen

Unsere Propolis Tropfen beinhalten beispielsweise eine 20%ige Konzentration, was den Vorteil der praktischen Anwendung hat. Gerade wenn es beispielsweise im Mund- und Rachenraum eingesetzt werden soll, besteht bei einer hochprozentigen Lösung die Gefahr, dass sich das Harz wie ein brauner Film ĂŒber die ZĂ€hne zieht. Das wĂŒrde bei dem Auftragen ohne VerdĂŒnnung zwar auch mit unseren Tropfen passieren, doch werden sie etwa im Mundwasser verdĂŒnnt angewandt, reduziert sich dieser Nebeneffekt deutlich.
NatĂŒrlich muss aufgepasst werden, doch Konzentrationen von 40 und mehr Prozent hinterlassen schon deutlicher und intensiver ihre klebrigen Spuren.

Mögliche Anwendungsgebiete

Propolis hat sowohl im Bienenstock als auch im Labor bewiesen, dass es eine antibakterielle Wirkung beinhaltet. So zeigte sich der keimtötende Effekt besonders bei den BakterienstĂ€mmen der Staphylokokkus aureus und Streptokokken. Das sind genau jene Bakterien, die gerne mal fĂŒr einen Furunkel oder eine MagenschleimhautentzĂŒndung sorgen. Im Grunde leben auf unserer Haut „gute“ und „schlechte“ Bakterien im Einklang zusammen, doch wenn die schlechten Überhand gewinnen, wirkt sich das als ein EntzĂŒndungsprozess aus.

Hier spielt natĂŒrlich das Immunsystem eine große Rolle, nicht immer erkennt dieses körpereigene Abwehrsystem schĂ€dliche Mikroorganismen. Das wiederum kann daran liegen, dass es zu bestimmten Zeiten auf Hochtouren lĂ€uft – etwa wĂ€hrend einer ErkĂ€ltungswelle.
Viele Anwender von Propolis Tropfen schwören darauf, dass sie mit einer rechtzeitigen Einnahme etwaigen Schnupfenviren von Hause aus den Weg versperren. Allerdings gibt es hierĂŒber keine gesicherten wissenschaftliche Ergebnisse, sondern diese These basiert auf reinen Erfahrungswerten.

Vorsicht – Hinweise fĂŒr Allergiker

Nicht alle Menschen vertragen Bienenerzeugnisse ohne Probleme. Bienenharz ist eine starke, natĂŒrliche Substanz, die ein Risiko von Allergien beinhaltet. Allergiker gegen Bienenstiche und Bienenprodukte allgemein sollten keinesfalls Propolis anwenden – weder innerlich noch Ă€ußerlich.
Selbst wenn keine Allergie bekannt ist, empfiehlt sich eine vorsichtige AnnÀherung mit dem Bienenprodukt. Also nicht gleich bei der ersten Anwendung die Tinktur oder die Tropfen auf die Wunde auftragen, sondern eine kleine, gesunde Hautstelle betrÀufeln. Zeigen sich keine negativen VerÀnderungen, kann das Produkt genutzt werden. Wer unsicher ist, lÀsst sich bestenfalls von seinem Arzt oder Heilpraktiker die richtige Anwendung erklÀren.

Kinder und Tiere

Bei Kindern oder Haustieren ist aufgrund des Alkohols keine innere Einnahme empfehlenswert. Äußerlich hingegen kann die Tinktur aufgetragen werden, zumal die alkoholischen Bestandteile an der Luft relativ schnell verdampfen. Doch auch hier gilt: Lieber den Kinderarzt oder VeterinĂ€rmediziner fragen, bevor die Gesundheit beeintrĂ€chtigt wird.

Wir stellen vor: Die Propolis Tropfen von beegut

Wir stehen mit unseren Produkten fĂŒr hochwertige Bienenprodukte. Unsere Tropfen beinhaltet eine Konzentration von 20 Prozent Propolisanteil (hier kannst du unsere Produkte im Onlineshop ansehen). Es ist nicht ganz so klebrig wie vergleichbare Produkte, wobei die harzige Substanz natĂŒrlich ein Charakteristikum der Propolis ist – ganz ohne zu kleben, geht es nicht. Doch dafĂŒr gibt es auch sanfte Hilfe aus der Natur, die ganz ohne chemische EinflĂŒsse auskommt.