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Fenchelhonig oder Honig mit Fenchel?

Fenchelhonig ist eine sehr seltene Honigsorte, die gerne als Synonym für Honig mit Fenchel bezeichnet wird. Dabei sind das zwei völlig verschiedene Produkte. So unterschiedlich die beiden Honigarten auch sein mögen, seine Stärke spielt das Doldengewächs in beiden Sorten aus. Im folgenden Artikel geht es um echten Fenchelhonig und um Honig mit Fenchel verfeinert, der sich sehr leicht selber herstellen lässt.

Fenchel im Detail

Die weiße bis grüne Fenchelknolle ähnelt der Form nach einer Zwiebel, gehört aber zur Familie von Sellerie, Petersilie oder Karotte. Im Jahre 2009 wurde der Fenchel (Foeniculum vulgare) zur Arzneipflanze des Jahres gekürt – und das hat gute Gründe. Sie gilt als traditionelle Heilpflanze und wurde schon früh von den menschen als wirksam entdeckt und eingestuft. Ihren Ursprung hat die alte Heil- und Kulturpflanze im mediterranen Raum und gelangte zögerlich zur Zeit der Römer ins nördlichere Europa.

Hippokrates verwendete Fenchel bei so manchen Beschwerden, Hildegard von Bingen empfahl ihn konkret als schleimlösendes Mittel. Wie recht sie damit hatte, konnte erst viel später nachgewiesen werden. Auch wenn groß angelegte Studien noch ausstehen, sind sich Forscher einig, dass ihm antioxidative, entzündungshemmende und krampflösende Merkmale hat.

Abgerundet werden die Eigenschaften durch eben jene schleimlösende Wirkung, die schon Hildegard von Bingen auffiel. Das Gewächs enthält als effiziente Bestandteile hauptsächliche ätherische Öle, Kalium, Calcium, Magnesium, Vitamine und Folsäure. Eines der bekanntesten Hausmittel bei Husten und Katarrhen ist Fencheltee – gerade bei Atemwegserkrankungen von Kindern wird die Knolle empfohlen.

Honig unter der Lupe

Geht es um Fenchelhonig, darf das Augenmerk nicht ausschließlich auf der Pflanze ruhen. Honig als Lebensmittel hat innerhalb der gesunden Ernährung ebenfalls einen hohen Stellenwert. Die klebrige Köstlichkeit besteht aus Fruchtzucker, Traubenzucker und Wasser. Und doch – in ihm stecken bioaktive Substanzen und Antioxidantien. Natürlich dürfen nicht nur die gesundheitlichen Vorteile von Honig zur Sprache gebracht werden – Honig hat den Nachteil, kariesfördernd zu sein – obwohl er weniger Kalorien als normaler Haushaltszucker enthält. Je nach Sorte werden ihm antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben – ganz vorne spielt hier Manuka Honig mit. Diese neuseeländische Honigsorte ist die einzige mit einer medizinischen Zulassung, sogenannter „Medihoney“.

Honig mit Fenchel

Honig mit Fenchel hat in der Naturheilkunde einen festen Platz. Dabei sind nicht nur Kinder die bevorzugte Zielgruppe, Er wird sowohl in der Human- als auch in der Tierheilkunde gerne empfohlen.

Es gibt das traditionelle Hausmittel fix und fertig zu kaufen – doch mit nur wenig Zeitaufwand kann solch eine nahrhaftes Lebensmittel selbst hergestellt werden, dazu sind lediglich zwei Zutaten nötig:

  • 20 Gramm Fenchelsamen
  • 200 Gramm hochwertigen, naturbelassenen Honig

Die Samen werden mit einem Mörser ganz fein zermahlen, so dass sich die ätherischen Öle ausbreiten können. Anschließend werden die Samen mit dem Honig zusammen in ein Schraubglas gegeben. Etwa drei Tage sollte die Mischung durchziehen, bevor es durch ein feinmaschiges Sieb abgefiltert wird.

Es gibt auch die Möglichkeit, frischen Fenchel zu zerkleinern und diesen mit dem Bienenhonig anzusetzen. Diese Mixtur sollte bis zu zehn Tage durchziehen, damit sich die Inhaltsstoffe mit denen des Honigs verbinden. Die Fenchel-Honig-Mischung wird traditionell bei Erkältungen oder Verdauungsbeschwerden empfohlen.

Lediglich Kindern unter 12 Jahre sollten keinen Honig angeboten bekommen, hier empfiehlt sich nach Absprache mit dem Kinderarzt vielleicht ein reiner Fencheltee.

Auch wer allergisch auf Doldengewächse oder Bienenprodukte reagiert, sollte Abstand von dem Rezept nehmen. Bei Unsicherheiten ist es ohnehin angeraten, zuerst einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Echter Fenchelhonig

Reiner Fenchelhonig wird nur selten angeboten. Das liegt daran, dass es hierzulande kaum groß angelegte Fenchelplantagen gibt. Bienen sammeln zwar sehr gerne den Nektar, doch wenn es noch weitere Pflanzen in der Umgebung gibt, fliegen sie auch dorthin.
Wenn du echten Fenchelhonig angeboten bekommst, solltest du diese Köstlichkeit unbedingt versuchen. Er ist mit einer feinen, aromatischen Note unterlegt, leichte holzige Töne mit rustikalen Nuancen machen aus dieser Sorte einen Honig für Genießer.

Honig mit weiteren Bienenerzeugnissen

Geht es um die Gesundheit, kann sowohl echter als auch „falscher“ Fenchelhonig verfeinert werden. So können etwa Propolis oder Gelee Royal in den Honig eingerührt werden. Beide Bienenprodukte entfalten ihre ohnehin schon positiven Eigenschaften in der Kombination mit Honig noch ausgeprägter.

Geschmacklich verändert sich vielleicht nicht allzu viel, doch sowohl Propolis als auch Gelee Royal gelten als Nahrungsergänzungsmittel, die beide sowohl im Bienenstock als auch im Labor eine antibakterielle, antivirale und pilzhemmende Wirkung zeigten. Experten gehen davon aus, dass sich die antimikrobiellen Merkmale auch außerhalb des Bienenstockes entfalten könnte.

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