BienenwissenHonig

Honig ist sehr hitzeempfindlich. Schließt das jedoch von vorneherein die Möglichkeit aus, ihn in die Mikrowelle zu stellen? Die Antwort ist simpel und honigklar: Ob Honig in die Mikrowelle darf, hängt von dem geplanten Verwendungszweck ab. Im folgenden Beitrag schauen wir ganz kurz auf die Hintergründe, Honig nicht zu erhitzen. Zugleich geht es in diesem Zusammenhang auch um die Frage, ob Honig in der Mikrowelle erwärmt werden darf – immerhin besteht ein Unterschied zwischen Erhitzen und Erwärmen.

Mikrowelle

In fast jeder Küche steht eine Mikrowelle.

Warum muss Honig überhaupt erhitzt / erwärmt werden?

Je mehr Wärme Honig ausgesetzt wird, umso mehr verflüssigt er sich. Das lässt sich etwa dann beobachten, wenn das Bienenprodukt in den heißen Tee eingerührt wird. Alsbald verschmilzt der Honig mit dem Tee zu einer homogenen Flüssigkeit. Auch beim Backen ist diese Eigenschaft angebracht, zumindest als Zuckerersatz.
Doch nicht nur im privaten Bereich wird Honig erwärmt oder gar erhitzt, auch im industriellen Bereich wird das goldene Produkt erwärmt, einfach um das Abfüllen zu erleichtern – wenn auch die Industrie sicher keine Mikrowelle für den Honig verwendet wird.

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Das Prinzip der Mikrowelle

Wer seinen kristallisierten Honig verflüssigen möchte, kann dies zwar in der Mikrowelle tun, es empfiehlt sich jedoch nicht. Denn diese erwärmt nicht gleichmäßig. Das liegt in ihren physikalischen Eigenschaften begründet. Im Garraum gibt es Bereiche mit einer hohen Dichte an Erhitzungs-Energie. Mikrowellen arbeiten mit Reibungswärme. Zu diesem Effekt kommt es durch Wassermoleküle – diese sind jedoch elektrisch nicht ausgewogen. Was sich wie ein negativer Aspekt anhört, ist in Wahrheit der Grund, warum eine Mikrowelle überhaupt erst die Speisen erwärmen kann: Es gibt negative und positive Wasserteilchen, die sich ständig versuchen, auszurichten. Durch diese Bewegung reiben die dicht an dicht liegenden Teilchen aneinander und so entsteht die Wärmebildung, vereinfacht ausgedrückt.

onig lässt sich angewärmt leichter abfüllen.

Warmer Honig wird fließfähiger.

Die magische Grenze

Honig ist ein hochwertiges Lebensmittel, welches neben Zuckerstrukturen und Wasser eine Vielzahl an Enzymen und Nährstoffen enthält. Und genau diese wichtigen Substanzen sind sehr hitzeempfindlich. Ab etwa 40 Grad werden die Enzyme zerstört. Anschließend ist Honig vielleicht immer noch schmackhaft, doch er ist nicht besser oder schlechter als jedes beliebiges Süßungsmittel. Und das ist sehr schade! Da die Mikrowelle nicht unbedingt kontrollierbar ist, empfiehlt es sich nicht, das kostbare Bienenprodukt darin zu erwärmen.

Honig in der Mikrowelle – Alternativen

Es gibt deutlich bessere Möglichkeiten, Honig zu erwärmen. Anstatt der Mikrowelle reicht im Winter die leicht aufgedrehte Heizung locker aus. Im Sommer kann es die Fensterbank sein, die den Honig moderat aufwärmt – vorausgesetzt, es herrscht keine Hitzewelle, denn dann wäre der Honig eventuell schnell hitzegeschädigt. Wem die Heizung oder die Fensterbank zu lange dauert, nimmt ein Wasserbad und stellt das Honigglas ninein. Doch Vorsicht – lieber mit einem Thermometer die Wassertemperatur im Auge behalten!

Honig kann sehr fest werden, mit Wärme wird er wieder flüssig.

Kristallisierter Honig wird durch Wärme wieder flüssig.

Fazit

Es kommt also auf den Verwendungszweck an. Honig lässt sich dann in der Mikrowelle erwärmen, wenn er rein nur als Süßungsmittel dienen soll. Dabei gehen zwar all seine wichtigen Nährstoffe verloren, doch das gehen sie spätestens dann sowieso, wenn er als Zutat in der Marinade oder als Süßungsmittel des zu backenden Kuchenteiges eingesetzt wird.

Auch im heißen Tee bleiben nicht mehr viele Nährstoffe erhalten, dennoch ist das Süßen mit Honig immer noch dem Industriezucker vorzuziehen. Am besten gibst du den Honig erst dann in den Tee, wenn er soweit abgekühlt ist, dass er getrunken werden kann. Dann hat er normalerweise zwar immer noch über 40 Grad, doch eventuell behalten ein paar Enzyme ihre Aktivität.

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